Trash goes music

Paraguay: Musik aus dem Müll

Musik berührt, ist Lebensgefühl, umgibt uns permanent. Musik in unserer Wohlstandsgesellschaft ist für die allermeisten von uns etwas völlig Selbstverständliches. Der Anspruch auf – natürlich kostenlosen – Konsum gilt als eine Art Menschenrecht. Und so hat sie ein jeder: Musikkonserven. Ganz viele. Zum Wegkonsumieren. So auf dem MP3-Player oder dem neuesten Apfelgerät. Und bleibt stetig auf der Suche: Noch aktuellerere Titel müssen her. Noch coolere Songs. Die MP3-Sammlung muss wachsen. Unbedingt. – In manchen Slums von Südamerika sieht das anders aus. Völlig anders.

Landfill harmonic

Auch in Südamerika berührt Musik. Ist Lebensgefühl. Und sehr oft Teil des Lebens. Der Persönlichkeit. – Dort wird aber tendenziell weniger konsumiert. Sondern viel öfter aktiv musiziert. Gesungen. Getanzt. Mit einer natürlichen Begeisterung und Freude, die uns in Europa mehr und mehr abhanden kommt. Aus Gründen.

Lateinamerika

Ein Armenviertel in Paraguay: Hier hat niemand Geld für’n iPod. Oder so. Erst recht nicht für ein richtiges Musikinstrument. – Daher werden diese mit einfachsten Mitteln selber gebaut. Violinen. Violoncelli. Und andere Streichinstrumente. Die Teile eben, die dem Leben Sinn und Inhalt geben. Gebaut aus Müll. Aus dem Dreck, den andere nicht mehr brauchen.

Hier der Trailer zu einer Doku, an der gerade gearbeitet wird: LANDFILL HARMONIC.

In Europa spricht praktisch niemand darüber. Das sollte sich ändern. Wird es aber nicht – das ist ja schließlich ganz weit weg. Wir haben hier ja schließlich wichtigere Probleme.

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